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Für den psychotherapeutischen Teil der Burnout-Behandlung lässt sich kein allgemeines Vorgehen skizzieren. Die Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen sind vielfältig. Erstmals wird die Situation des Burnout-Klienten nach speziellen Stressfaktoren und stressverstärkenden Gedankenmustern durchleuchtet. Die Therapie ist darauf ausgerichtet, starke Stresssituationen und wiederkehrende Kommunikationsprobleme aufzudecken und umzulernen, Fähigkeiten zu erarbeiten um mit Stress umgehen zu können, Stabilisierung des Selbstwertes, erlernen eines gesunden Zeitmanagements, erarbeiten von Strategien für eine gesunde Ernährung, moderaten Sport und Entspannung.

Ein Burnout-Syndrom vergeht nicht einfach wieder von alleine. Für viele Burnout Betroffene reicht es jedoch, zeitnah ein paar therapeutische Sitzungen zu nehmen. Eine auf den Einzelnen abgestimmte Therapie hilft, die eigene Leistungsfähigkeit wieder besser einzuschätzen, damit künftige Überforderungen vermieden bzw. reduziert werden. Eine begleitende Behandlung der körperlichen Beschwerden wird zudem zu einer weiteren Verbesserung des Heilungsverlaufs führen. Wichtig bei einer Therapie ist der ganzheitliche Ansatz. Körper, Geist und Seele wollen umsorgt werden um das Leben wieder genießen zu können.

Erstmalig wird in der ICD-11 nun auch der Begriff Burnout definiert. Als Diagnosekriterien werden Energielosigkeit und Erschöpfung, eine zunehmende geistige Distanz, negative Haltung oder Zynismus zum eigenen Job sowie ein verringertes berufliches Leistungsvermögen angeführt. Das heißt hier wird Burnout ausschließlich im Kontext einer Berufstätigkeit dargestellt. Demnach kann eine Hausfrau und Mutter kein Burnout bekommen. Ich finde das absolut falsch, denn genau in diesem Bereich kommt Burnout sehr häufig vor.  

BURNOUT

Kommt nicht nur vom Stress.

Burnout Betroffene sind müde, erschöpft, fühlen sich überfordert und getrieben vom Leben statt es selbst gestalten und genießen zu können. Die Arbeit ist nur noch Belastung und das Privatleben reduziert sich auf das Notwendigste. Alles strengt an, die Familie, die Freunde, die Verwandtschaft.

Burnout kommt meist schleichend und verstärkt sich kontinuierlich. Der erste Schritt zur Heilung ist, zunächst einmal zu erkennen, dass es überhaupt ein Problem gibt. Häufig neigen wir dazu, mit unserem Verstand unsere Gefühle zu kontrollieren und überhören die innere Stimme, die uns mitteilt, das etwas nicht stimmt.

 

Stelle dir regelmäßig die Fragen: Wieviel Stress habe ich und wie zufrieden bin ich mit meinem Leben? Im zweiten Schritt ist es wichtig, Verantwortung für die Situation zu übernehmen.

Probleme die zum Burnout führen, können auch von den eigenen oft überzogenen Ansprüchen kommen aber auch von negativen Glaubenssätzen und unserem Denken über bestimmte Situationen. Einen großen Einfluss auf Burnout hat meiner Erfahrung nach ein geringer Selbstwert, denn dadurch bin ich nicht in der Lage mich abzugrenzen und Nein zu sagen.


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